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Das Pferd ist unser Sport- und Freizeitpartner. Sportliche Aktivität und Bewegung sind gesund und tun uns und den Pferden gut. Doch warum fällt es manchen Pferden so schwer?

Wiederkehrende Lahmheiten ohne erkennbare Ursache, Muskelverspannungen, sichtbare Dellen in der Muskulatur bis hin zu Symptomen ähnlich einem Kreuzverschlag – hier ist nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern vor allem das Wohlbefinden des Pferdes stark beeinträchtigt. Muskelstoffwechselerkrankungen ziehen sich durch die gesamte Pferdepopulation. Das richtige Fütterungsmanagement und die spezifische Nährstoffzufuhr entscheiden hier maßgeblich über ein beschwerdefreies Pferdeleben. 

Wir informieren Sie gerne über equine Myopathien und die Problematik von PSSM 1 und „PSSM 2“. Der Muskelstoffwechsel, die Symptomatik, Diagnostik und vor allem fütterungstechnische Lösungen und passende Produkte stehen hier im Vordergrund.

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Equine Myopathien – PSSM und „PSSM 2“

PSSM ist ein Oberbegriff bzw. Synonym für verschiedene Formen genetisch bedingter Myopathien, also Muskelstoffwechselstörungen. PSSM steht für Polysaccharid-Speichermyopathie, wobei eigentlich nur Typ 1 (P1) eine wirkliche Speichermyopathie beschreibt. Weitere Myopathie-Formen werden unter dem Synonym „PSSM 2“ zusammengefasst, da man hier zu Beginn der Forschung ebenfalls von einer Speichermyopathie ausgegangen ist. Heute weiß man, dass „PSSM 2“ unterschiedliche Muskelstörungen, mit unterschiedlichen Varianten, umfasst. Es ist anzunehmen, dass es noch weitere, bisher unentdeckte Varianten equiner Myopathien gibt.

Die Gemeinsamkeit von PSSM 1 und „PSSM 2“ ist jedoch die Symptomatik und der entscheidende Einfluss, den das richtige Fütterungsmanagement auf Leistungsvermögen und vor allem Wohlbefinden des Pferdes hat.
Auch wenn sich dieser Befund aufgrund der genetischen Verankerung nicht heilen lässt, so entscheiden Fütterung und Haltung jedoch über ein schmerzhaftes Dasein oder ein symptomfreies Pferdeleben.

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Online-Seminar zu Muskulatur & PSSM

Bei unserem Online-Seminar vom 28. September 2021 von St. Hippolyt und WES for horses gehen wir gezielt auf die Problematik von PSSM 1 und „PSSM 2“ ein. Der Muskelstoffwechsel, die Symptomatik, Diagnostik und vor allem fütterungstechnische Lösungen inkl. Produktvorstellung stehen hier im Vordergrund.

  1. Thema: Die Muskulatur
  2. Thema: PSSM 1 und „PSSM 2“
  3. Thema: Angepasste Fütterung bei PSSM

Aufzeichnung und Podcast finden Sie auf folgenden Kanälen:

HippoWissen Fütterungsseminar: Muskulatur und PSSM – YouTube

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Vortrag zu PSSM2

  • Bei PSSM2 handelt es sich um einen Genmutation mit zunehmender Bedeutung. PSSM2 betrifft alle Rassen.
  • Hierbei liegt eine Stoffwechselstörung in der Muskelzelle vor, die nicht wie bei PSSM1 durch Glykogeneinlagerung – also zuckerabhängig – entsteht, sondern Strukturfehler an der Muskelzelle auslöst, für deren Reparatur dauernd Eiweiß bereitstehen muss.
  • Testbar sind zur Zeit sechs Gendefekte über DNA Untersuchungen mittels Haarwurzeln (P2,P3,P4,P8,K1 und PX) bei CAG.
  • Aufgrund des komplizierten Erbgangs kann schon ein einzelnes verändertes Gen zu Problemen führen, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pferd Symptome zeigt mit der Anzahl der veränderten Gene. Es gibt auch Träger, die keinerlei Symptome entwickeln.
  • Mehr als 50 % der Warmblüter scheinen mindestens ein verändertes Gen zu tragen. Durch deren Anpaarung züchten wir unwissentlich immer mehr Doppel- und Mehrfachträger, die sehr häufig Symptome entwickeln.
  • Symptome werden meist erst ab dem 6. Lebensjahr beobachtet, sind aber auch im Fohlenalter schon möglich.
  • Symptome sind Steifheit, Spannigkeit, Bewegungsunlust, Muskelverhärtungen, Muskeldellen,-löcher und -risse, Sattelzwang, unklare Lahmheiten, schlechte Bemuskelung, hervorstehende Wirbelsäule, Atemgeräusch ohne Ton, extreme Sensibilität, Berührungsempfindlichkeit, Schreckhaftigkeit, Unwillen beim Satteln und Putzen u. v. a. m…..
  • Durch gutes Management sind viele Pferde symptomfrei oder zumindest symptomarm zu halten.
  • Getreidefreie und eiweißreiche Ernährung, viel Bewegung und Training zum Muskelaufbau, Versorgung mit essentiellen Aminosäuren, Antioxidantien und für den Muskelstoffwechsel bedeutsamen Vitaminen und Spurenelementen helfen, ein Pferd symptomfrei zu halten.

Für Fragen oder Beratungen stehen wir gerne zur Verfügung !

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